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Maui 2009
Ein freies Leben
Über wahre Freiheit
Die Frage der Freiheit ist eine wichtiges persönliches und kollektives Thema für alle Menschen. Kriege sind im Namen der Freiheit oder wegen ihres Mangels geführt worden. Viele Bücher sind über das Thema der Freiheit geschrieben worden. Menschen haben ihr Leben im Kampf für die Freiheit gegeben. Andere haben ihr Heimatland verlassen um Freiheit in anderen Ländern zu finden. Wir können also mit Bestimmtheit sagen, das das Thema der Freiheit ein wichtiges Thema, das den meisten Menschen tief am Herzen liegt.
Wenn man sich dieses Thema genauer betrachtet kommt man um die Frage nicht herum: Was verstehen die meisten Menschen unter Freiheit?
Wir können annehmen das für die meisten Menschen Freiheit bedeutet, dass mir, in der Suche nach meinem Glück und Selbsterfüllung, keine organisierten gesellschaftlichen Hindernisse in den Weg gestellt werden. Das ist natürlich eine idealisierte Vorstellung, da es in der Welt immer Hindernisse geben wird in Bezug auf das realisieren der eigenen Wünsche und Ziele. Aber in der westlichen Welt sind diese Hindernisse zum grössten Teil nicht vom Staat verordnet, wie es in anderen Staaten der Fall war und/oder ist. Wir brauchen nur an die Planwirtschaft des vergangenen Ostens zu denken, wo man oft seinen Wunschberuf nicht nachgehen konnte und etwas anderes wählen musste, weil es nicht in den Plan passte. Oder im Moment die Begrenzungen die in machen muslimischen Staaten den Frauen obliegen.
Im allgemeinen aber können wir sagen das für die meisten Menschen Freiheit bedeutet: Ich kann denken was ich denken will, kann aussprechen was ich aussprechen will. Ich kann die Regierung ohne Angst vor Verfolgung kritisieren. Ich kann meine Gefühle, Ansichten, Meinungen, Haltungen und Überzeugungen frei ausdrücken.
Freiheit bedeutet auch die Freiheit Dinge und Unstände zu erforschen, unserer Neugierde nachzugeben, unbequeme Fragen zu stellen zu dürfen ohne Angst vor Nachstellung und Verfolgung. In der amerikanischen Verfassung ist dieses Recht gesetzlich verankert und garantiert (das Gesetz des Rechtes auf Meinungsfreiheit, Freiheit der Versammlung, der Religion und des persönlichen Ausdrucks). Das ist ein Recht das für viele Menschen in der westlichen Welt wichtig ist und als eine Errungenschaft der Moderne gefeiert wird.
Diese eben erwähnten Bedingungen sind ein wichtiger Aspekt in Bezug auf das Themas der Freiheit. Ohne diese Errungenschaft, die die Menschen, die vor uns lebten, erarbeitet haben könnten wir hier schlecht weiterforschen. Trotzdem ist das nur der Anfang:
Früher oder später, wenn man wirklich neugierig ist, beginnt man sich zu fragen: Ich lebe in einer relativ freien Gesellschaft. Ich kann sagen was ich will und mich so ausdrücken wie ich will. Ich kann den Beruf, den ich mir aussuchte ausüben, kann mit dem Menschen zusammen sein den ich mag....aber bin ich wirklich frei? Es scheint als ob ich äusserlich frei bin. Bin ich aber auch innerlich frei? Ich werde z.B. oft wütend ohne es wirklich zu wollen und bringe dadurch mich und andere in Schwierigkeiten. Ich bin vielleicht von Alkohol, Drogen, Essen oder einkaufen abhängig. Ich lande immer in einer Beziehung die mir nicht gut tut oder ich finde immer unehrliche Partner, oder verheiratete, oder Frauen die mich immer verlassen. Ich bin vielleicht jemand, der einen zwanghaften Drang nach Perfektion hat unter dem ich und andere leiden. Ich bin vielleicht jemand der es nicht wagt seine Meinung zu sagen wenn andere Menschen zugegen sind. Ich habe vielleicht laufend Angst nicht zu genügen, nicht genug Geld zu verdienen, habe Angst jemand zu einem Date einzuladen aus Angst abgewiesen zu werden. Ich werden unglücklich wenn mich jemand ablehnt, selbst wenn ich die Person nicht gut kenne. Ich bin zu Tode betrübt wenn die Person, die ich liebe nicht wahrnimmt wie viel ich für sie tue, wie sehr ich mich ihr hingebe. Wenn wir beginnen dieses Muster in uns und anderen zu bemerken, kann man die Frage nach unserer Freiheit in einem anderen Licht sehen. Wie frei sind wir wirklich?
Wenn wir diese Frage nach unserer Freiheit weiter verfolgen, wenn wir uns weiter beobachten, müssen wir anerkennen, das wir uns oft zwanghaft verhalten, also ein Verhalten an den Tag legen auf das wir anscheinend wenig Kontrolle und Einfluss haben. Wenn also unser Verhalten zwanghaft ist, und ein riesiger Teil unseres Verhaltens ist zwanghaft, sind wir dann wirklich frei?
Der österreichische Psychologe Sigmund Freud entdeckte einen bestimmten Mechanismus in unserer Psyche und brachte ihn in das Massenbewusstsein ein: den Begriff des âUnbewusstenÕ. Das Konzept des Unbewussten bedeutet im allgemeinen das uns viele unserer Impulse und Motivationen unbekannt sind. Wir reagieren auf sie und agieren sie aus, aber wir sind uns dessen nicht bewusst. Das beruht zum Teil darauf das bestimmte Verhaltensweisen, Triebe und Impulse in unserer Kindheit nicht zugelassen wurden; Aus Angst vor Bestrafung und Repressalien haben wir alle dann, mehr oder weniger erfolgreich, versucht diese Impulse, Triebe und Motivationen aus unserem bewussten Wissen zu verdrängen in der Hoffnung unseren Erziehern, Eltern usw zu genügen. Wir wissen nun alle, dass das eine vergebliche Hoffnung ist. Alle diese unterdrückten Impulse bestimmen trotzdem unser Verhalten zu einem entscheidenden Teil, mit dem grossen Nachteil, das wir uns dessen nicht längerer bewusst sind.
Wenn diese Annahme wahr ist, und jeder der ein wenig innere Arbeit geleistet hat weiss, wie wahr das ist, dann können wir zu dem Schluss kommen das wir wirklich nicht wirklich frei sind.
Wir können uns dann folgende Fragen stellen: Woher weiss ich was ich weiss? Warum denke ich was ich denke? Warum fühle ich was ich fühle? Warum tue ich was ich tue?
Ich habe in meiner Arbeit z.B mit jemanden gearbeitet dessen Vater oft sehr gewalttätig war. Er schrie of rum, schlug sie unerwartet ohne einen ihr ersichtlichen Grund. Sie war diesem Verhalten ihr gesamte Kindheit über ausgesetzt. In einer unserer Sitzungen begann sie zu bemerken das ihre Haltung der Welt gegenüber die gleiche war die sie gegenüber ihrem Vater hatte, vor dem sie immer noch Angst hatte. Durch diese Projektion von ihrem Vater auf die Welt erlebte sie die Welt als gefährlich und unberechenbar. Die Menschen in dieser Welt waren grundsätzlich schlechte Menschen, die dich verletzen wollen und sich ganz plötzlich gegen Dich wenden. Es ist in diesem Beispiel deutlich, das sie durch ihre Kindheitserfahrungen mit ihrem Vater bestimmte Schlüsse über die Welt geformt hat und sich verhielt sich als ob diese Rückschlüsse wirklich wahr wären: Die Welt ist gefährlich. Du musst Dich laufend vorsehen. Du kannst niemanden vertrauen. Du kannst Dich nie wirklich sicher fühlen. Als Teil dieser Geisteshaltung war ihr Körper immer bereit auf angenommene Gefahren zu reagieren, war laufend angespannt und hatte aus dem Grund Schwierigkeiten zu schlafen, sich wirklich tief zu entspannen.
Wir können an diesem Beispiel sehen wie unsere unverdauten Kindheitserfahrungen unsere Wahrnehmungen beeinflussen. Wie sie beeinflussen was wir sehen, spüren, fühlen und denken. Aus diesen Elementen kristallisiert sich dann eine gesamte Lebensphilosophie heraus, wie z.B. diese das die Welt eine schlechte ist und man niemanden vertrauen kann. Es ist deutlich zu sehen das, wenn man einem solchen Schleier vor Augen hat und durch ihn lebt als ob er die Wahrheit ist, man nicht wirklich frei ist.
Als meine Studentin nach einiger Zeit sich dieser Tatsachen bewusst wurde und begann sich mit der Angst, dem Terror den sie vor ihrem Vater hatte auseinanderzusetzen und diese Gefühle bewusst wahrzunehmen begann veränderte sich nach und nach die Erfahrung von sich selbst und ihrer Welt. Ihr Körper fing nach und nach an sich mehr und mehr zu entspannen. Danach begann sich auch ihre Geisteshaltung der Welt und ihrem Vater gegenüber zu verändern. Jetzt ist sie nicht länger der Ansicht, dass die Welt ein gefährlicher und schlechter Platz ist. Sie ist nicht länger 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche auf der Hut. Sie beginnt den Unterschiede zu bemerken in ihrer Welt, wann man sich vorsehen muss and wann nicht. Meistens ist die Welt nun eine Welt voller Möglichkeiten und keine Welt vor der man sich laufend vorsehen muss. Die Veränderung in ihrer Geisteshaltung bewirkt eine Veränderung in dem was sie denkt, was sie fühlt, was sie macht, was sie wahrnimmt und was sie sich vorstellen kann. Grundsätzlich erlebt sie ihre Welt völlig anders als vorher. Sie hat sich von einer nicht länger gültigen and daher irreführenden Geisteshaltung befreit und lebt aus diesem Grunde ein freieres Leben.
Wir habe alle Muster, wie das eben beschriebene, die die Wahrnehmung von uns selbst und unserer Welt verfälschen. Unser Bewusstsein ist wie eine Linse. Wenn die Linse schmutzig ist, durch unsere unverdauten Erfahrungen, erleben wir die Welt verzerrt. Wenn sie gereinigt ist wird die Welt klarer und deutlicher. In den Indischen Religion nennt man diese Verzerrung der Perspektive auch âMayaÕ, die Welt der Illusion. Wie stark unsere Linse verzerrt ist hängt von unserer spezifischen Kindheit ab und wie stark unsere Eltern und Erzieher selbst von einer Klarheit der Wahrnehmung der Welt entfernt waren.
Wenn wir zur Welt kommen tragen wir in uns die Samen von Wahrheit und Wirklichkeit. Durch die unvermeidliche Konditionierung unseres Geistes beim Aufwachsen verlieren wir einen grossen Teil des Kontaktes mit der âWirklichkeitÕ. Wie stark dieser Verlust ist hängt davon ab wie stark uns unsere Umwelt beim Aufwachsen die Wirklichkeit reflektiert oder nicht. Je mehr uns die Wirklichkeit reflektiert wird, desto mehr bleiben wir damit in Verbindung desto mehr wird es uns bewusst und je weniger uns die Wirklichkeit reflektiert wird desto weniger bleibt sie bewusst und verschwindet im Unbewusstsein.
Das die Wahrnehmung, wie Dinge wirklich sind, ins Unbewusstsein verschwinden ist gleichzeitig eine gute wie schlechte Nachricht.
Die schlechte Nachricht ist, dass wir Kontakt mit etwas essenziellem, etwas zutiefst wichtigem verloren haben, das uns nicht länger zugänglich ist. Dieser Verlust wird als eine bestimmte Art des Leidens erlebt. Alle Verzerrungen der Wirklichkeit sind schmerzhaft für unser Bewusstsein. Viele Menschen denken z.B. das sie tief unten schlecht sind. Das ist noch ein jahrtausende alte Konditionierung der christlichen Kirche. Wenn Du mit der Wirklichkeit Deines Seins in Verbindung kommst bemerkst Du, dass das nicht stimmt. Dass das ein Lüge ist. Wenn Du Dich an Babys erinnerst wird dir deutlich, das niemand ein Baby als schlecht bezeichnen würde. Jeder, der einigermaßen offen ist und um ein Baby herum ist, bemerkt wie wertvoll und gut dieses junge Leben ist. Wenn dieses Wertvolle und Gute allerdings nicht von der Umwelt des heranwachsenden Menschen reflektiert wird und statt dessen dem jungen Kind laufend, verbal oder energetisch die Botschaft vermittelt wird das es ein schlechtes Kind ist, dann werden die meisten Kinder nach und nach zu eigen machen und beginnen sich danach verhalten.
Entweder es versucht der Welt und sich zu beweisen das es nicht schlecht ist, und strengt sich im Leben unheimlich anstrengt das laufend zu beweisen. Was dieses Verhalten antreibt ist allerdings die tiefe Überzeugung: ich bin schlecht. Laufend das Gegenteil beweisen zu wollen ist sehr erschöpfend und lässt den Menschen kaum zur Ruhe kommen. Das andere Extrem ist, dass der Mensch die Idee, das sie schlecht ist, auch öffentlich annimmt. Ja ich bin ein schlechter Mensch und ich zeige Euch wie schlecht ich wirklich bin. Beide Verhaltensweisen sind sehr schmerzhaft. Sie beruhen auf einen Mangel an Kontakt mit der eigenen innern Wahrheit, beruhen auf einer Verzerrung der Wahrheit. Und doch verhalten wir uns so als ob diese Verzerrungen die Wahrheit sind and das bestimmt unser Leben und wie wir es leben.
Die gute Nachricht ist, dass das Wissen um unsere wahre Natur, z.B. das Wissen das Du absolut gut bist, das Du aus dem Guten gemacht bist und gar nicht anders sein kannst, nicht wirklich verloren ist. Es ist nur ins Unbewusstsein gewandert. Dieses Bewusstsein kann wiedergewonnen werden. Wenn es wieder die Oberfläche unseres Bewusstseins erreicht, ist das eine wunderbare Erfahrung. Du realisierst dass Du ein Strahlen von Liebe und Licht bist und von diesem Platz aus betrachtet ist die Idee, dass Du schlecht bist, lächerlich. Wenn diese Wahrnehmung sich stabilisiert, wirst Du anders fühlen, anders handeln, anders denken und die Welt dadurch anders erleben. Du wirst andere Menschen anders erleben. Du wirst in ihnen das Licht und die Liebe sehen aus denen sie gemacht sind obgleich sie es nicht immer in sich selbst wahrnehmen können.
Das entschuldigt schlechtes Verhalten nicht. Mann muss sehen wenn sich jemand nicht entsprechend seiner wahren Natur verhält und auf angemessene Weise darauf reagieren. Trotzdem weiss Du dann das tief unten, sie aus Liebe und Licht gemacht sind und sie das nur nicht wissen. Wenn man dieses Wissen über sie in sich aufrecht hält, verhält man sich ihnen gegenüber anders. Das im Gegenzug hat eine andere Wirkung auf sie, als wenn man die Ansicht hat sie sind abgrundtief schlecht.
In diesem Momenten bist Du freier. Befreit von Verblendungen und falschen Ansichten, z.B, von der das Du eine schlechte Person bist. Du beginnst Dinge zu sehen wie sie wirklich sind und das verändert alles.
Es gibt noch viele dieser Schleier in unserem Bewusstsein. Viele Menschen denken z.B. das sie schwach sind wenn sie statt dessen Kraft über aller Vorstellung hinaus haben. Viele Menschen erleben sich freudlos oder denken sie brauchen einen Grund um Freude zu fühlen. Die Wahrheit ist das wir aus Freude gemacht sind und keinen besonderen Grund brauchen um Freude zu fühlen. Wir sind auch reine Liebe. Niemand muss uns lieben um uns zu beweisen dass wir liebenswert sind. Diese Liebe, was wahr ist für alle unsere essenziellen Qualitäten, ist unabhängig von Bedingungen. Liebe ist unsere wahre Natur.
Kannst Du sehen wie, wenn wir das wirklich begreifen würden, sich unsere Wahrnehmung von uns und unserer Welt verändern würde. Wie wir unser Leben anders leben würden.
Wenn wir das mehr und mehr verinnerlichen und begreifen, werden wir mehr und mehr frei.
Freiheit heisst unserer Bestimmung zu entsprechen. Wir sind dann der und das was wir wirklich sind. Es bedeutet wir sind frei von unseren Zwangsvorstellungen, unsere Vorurteilen und Verzerrungen und das ist die wahre Freiheit, die sich uns dynamisch von Moment zu Moment weiter enthüllt. Das Leben, befreit von den Verzerrungen des Geistes ist eine glorreicher, wunderbarer, Fluss des Seins, der in sich tiefe Erfüllung und Entspanntheit trägt.
Gawain
Die Arbeit in den ÔArt of PresenceÕ Seminaren und Trainings (und als Einstieg und zum Kennenlernen dient die offene Gruppe ÔSeelennahrungÕ) dient dazu unsere Persönlichkeit zu öffnen und ihre Lebenserfahrungen zu transformieren anstatt sich ihnen permanent unbewußt zu widersetzen. Wenn wir unsere Erfahrungen ohne zu bewerten offen ansehen, fühlen, spüren und zulassen können, wird unsere Seele beginnen weiter zu wachsen. Gleich Kindern können wir wieder lernen einfach offen gegenüber dem zu sein, was in unserem Leben ist, und sich in jedem einzelnen Moment zeigt. Wenn wir uns erlauben berührbar zu sein von dem was in unserem Leben geschieht, dann werden wir davon viel stärker bewegt. Wir spüren plötzlich wieder intensiver alle Arten von Gefühlen, Emotionen, Körperempfindungen etc. Und je mehr wir uns von unseren Erfahrungen berühren lassen, umso nährender werden diese Erfahrungen für die Entwicklung und Entfaltung unserer Seele sein. Damit dies geschieht müssen wir einen geschützen Raum errichten, der die Intensität unserer Lebenserfahrungen aufnehmen kann ohne sie wieder zu verlieren und damit unsere ÒSeelennahrungÓ zu vergeuden. Grundsätzlich gibt es zwei extreme Wege wie wir uns gegen unsere Lebenserfahrungen wehren, oder anders ausgedrückt, wie wir verhindern durch unsere Lebenserfahrungen genährt zu werden: Der eine läßt im Leben nur den Verstand zu. Hier verhindern wir jede Berühung mit Erlebnissen, intellektualisieren unser Leben und machen es dadurch trocken, leer und stumpf. In dem Maße, wie wir uns gegen die Erfahrungen unseres Lebens verschließen, verschließen wir uns gegen unsere Seelennahrung. Auf dem zweiten Weg verschmelzen wir mit unseren Erlebnissen, verlieren uns vollkommen in ihnen und verschleudern damit unsere Seelennahrung. Wir alle kennen Menschen, die sich vom Leben berühren lassen und sehr emotional sind. Meist verlieren sie sich in ihren Emotionen, leben sie unachtsam und rückhaltlos aus. In diesem Fall ist die kostbare Nahrung ebenso verschleudert. Wie gesagt, das sind die beiden Extreme. Die meisten von uns bewegen sich irgendwo zwischen Zurückweisung und Vergeudung unserer Seelennahrung.
Wenn wir uns entwickeln und lernen in unseren Erfahrungen präsent zu sein ohne sie wegzuwerfen oder zu unterdrücken, nehmen wir Seelennahrung in uns auf. Dann werden wir bewußt an dem Wachstum und der Entfaltung unserer Seele teilhaben. Unser wahres Selbst wird sich allmählich manifestieren und sich durch uns in dieser Dimension ausdrücken. Das wiederum wird uns die Erfahrung eines reichen und erfüllten Lebens schenken und wir erleben bewußt die Erfüllung unserer wahren Bestimmung.
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